Ich bin Sandra, 36 Jahre jung und lebe am Rande der schwäbischen Alb.
An meiner Seite steht ein großartiger Mann, mit dem ich glücklich verheiratet bin und zwei wundervolle Kinder, die uns auf Trapp halten. Außerdem hat unser Vierbeiner Lio unsere Familie 2025 bereichert.
Wir sind immer gern draußen in der Natur, egal ob im Garten oder in der Umgebung. Tägliche Bewegung ist für uns wichtig, ebenso neue Dinge kennen- und verstehen lernen.
Jeder stellt sich unser Leben als harmonisch und idyllisch vor, doch ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Kind nicht mehr kann.
Meine Tochter, geboren Mitte 2018, war lange unser Sonnenschein. Ein fröhliches, aufgewecktes und offenes Kind. Doch Ende 2022 hat sich etwas verändert.
Der Kindergarten wurde für sie immer anstrengender und zur Belastung. Stress, der sich nicht nur emotional gezeigt hat - sondern zunehmend auch körperlich:
Rückzug
Magenprobleme
starke Wutanfälle
kleine "Ticks"
und plötzlich dieses Kritzel-Kratzel-Malen, obwohl sie längst anders konnte
Ich habe gespürt - Da steckt mehr dahinter. Und es wird größer.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits meine Weiterbildung zur Entspannungstrainerin geplant, wir hatten angefangen dem Stress entgegenzuwirken mit verschiedenen Techniken und Ernährungsumstellung.
Und dann kam der Moment, vor dem jeder Elternteil Angst hat. Der Moment, der alles verändert hat:
Im April 2023 ist meine Tochter förmlich zusammengebrochen
Nicht dramatisch laut, nicht plötzlich - Sondern leise, erschöpft und am Ende.
Sondern darum, sie wirklich zu sehen und die akute Situation zu beruhigen.
Wir hatten schon vorher angefangen, unser Leben Schritt für Schritt zu verändern:
klare, sichere Rituale im Alltag
gezielte Entspannungsübungen
bewusste Pausen
eine Ernährungsumstellung
und vor allem: weniger Druck, mehr Verständnis
Jetzt ging es darum, ihr schnelle Hilfe zukommen zu lassen und schnell zu handeln und das ist in so einer Situation gar nicht so einfach, wie es klingt.
Denn jeder weiß, wie schwer es ist, sofort einen Termin bei den passenden Stellen zu finden.
Wir haben uns natürlich Hilfe geholt, die wir allerdings privat aus eigener Tasche zahlen mussten, da wir sonst zu viel Zeit verloren hätten, um unserer Tochter die nötige Hilfe geben zu können.
Die Komnbination aus fremder Hilfe und die Unterstützung von uns Zuhause, auch mit meinem Wissen, hat dafür gesorgt, dass wir sie doch wieder auffangen konnten und größere "Schäden" verhindert wurden.
Es war kein schneller und einfacher Weg.
Und ehrlich gesagt: Er ist es bis heute nicht.
Es zieht sich manchmal wie ein roter Faden durch unseren Alltag. Ein Thema, das trotz allem immer wieder Aufmerksamkeit braucht.
ABER:
Meine Tochter hat gelernt, sich selbst besser zu spüren. Und ich habe gelernt, sie wirklich zu verstehen.
Ich möchte, dass Kinder und Eltern erst gar nicht erst an diesen Punkt kommen, an dem wir standen.
Das sollte keiner durch- und mitmachen müssen.
Meine Vision ist es, dass Kinder mit Leichtigkeit und entspannt durch den Alltag gehen und dass sie früh lernen dürfen:
ihre Gefühle zu verstehen
ihren Körper wahrzunehmen
sich selbst zu regulieren
Und, dass wir sie dabei begleiten.
Denn viele Kinder sind nicht "zu wild" oder "zu empfindlich".
Sie sind einfach überfordert.
Ich schaue nicht nur auf Verhalten - sondern auf das ganze Kind.
Und ich glaube:
Nachhaltige Veränderung entsteht nicht nur in einem Kurs.
Sondern mit der richtigen Begleitung.
Deshalb ist mir die Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig.
Nicht perfekt.
Aber bereit hinzuschauen, mitzudenken und neue Wege zu gehen.
Denn genau dort entsteht echte Veränderung.
Und Kinder, die wieder bei sich ankommen dürfen.